
Was mich bewegt:
Mein Name ist Robert Zeitler.
Ich betreibe in Pöcking ein Ladengeschäft für Künstlerbedarf und Bildereinrahmung. Einen Ort, an dem täglich Menschen, Ideen und Geschichten zusammenkommen.
Doch eine Begegnung hat bei mir besonders viel bewegt! Der Besuch von Silvia Jenkins. Silvia erzählte mir von ihrem Leben, von ihrem Weg nach Afrika und davon, wie sie dort seit rund 50 Jahren Menschen unterstützt, mit dem, was ihr möglich ist, aber vor allem mit Herz, Ausdauer und echter Nähe. Ihre Worte haben mich nicht mehr losgelassen. Drei Tage nach unserem Gespräch nahm ich wieder Kontakt zu ihr auf.
Ich hatte schon viele Berichte über die Schwierigkeiten der Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika gesehen und gelesen. Oft hatte ich mich gefragt, was man als einzelner Mensch überhaupt tun kann. Durch Silvia gab es plötzlich einen direkten, persönlichen Bezug und damit auch keine Ausrede mehr. Mir wurde klar, von zu Hause aus über Politik zu schimpfen verändert nichts. Wer etwas bewegen will muss anfangen, auch wenn der erste Schritt klein ist. Ich selbst war bis dahin noch nie in Afrika gewesen. Aber mein Interesse an politischen und gesellschaftlichen Fragen, an unserem Umgang mit der Natur begleitet mich schon lange.
Die Natur und die Tiere brauchen den Menschen nicht. Aber wir Menschen brauchen sie. Eine saubere Welt, intakte Natur und gesunde Lebensräume. Wenn wir Länder wie Afrika nur als Rohstofflieferanten und Abladeplatz für unseren Wohlstandsmüll betrachten, werden unsere Probleme auf Dauer nur größer und kommen wie ein Bumerang nach Europa zurück.
Wirklicher Umweltschutz beginnt dort, wo Menschen eine Perspektive haben. Bildung, Arbeit und konkrete Hilfe zur Selbsthilfe sind entscheidend. Nur wenn Menschen ihr Leben in Würde gestalten können, haben sie auch die Kraft und die Möglichkeiten, ihre Umwelt zu schützen.
Also packte ich meinen Koffer, mit vielen Gedanken, Ideen und auch einer gewissen Unsicherheit. Doch vor allem mit dem Wunsch, nicht länger nur zuzusehen. So begann meine Reise nach Afrika/Kenia. Eine Reise, die für mich mehr ist als ein persönliches Abenteuer. Sie ist der Beginn eines Engagements, das Menschen verbinden und konkrete Hilfe möglich machen soll.